Montag, 17. August 2015

Wo gehöre ich denn nun hin?

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Wo gehöre ich denn nun hin? Bin ich ein Dorfkind oder doch ein Stadtmensch? In meinem letzten Post habe ich selbst das gar nicht so eindeutig beantwortet, obwohl ich von euch wissen wollte, wo ihr hingehört. Jetzt versuche auch ich das Mal in Worte zu fassen.

Aufgewachsen bin ich in einem knapp tausend Seelen Dörfchen in Rheinland-Pfalz. Hinter dem Haus liegen die Weinberge und auch die Felder sind in unweiter Nähe. Die Nachbarn sind Winzer und auch der Traktor steht regelmäßig vor der Tür. Früher, da haben wir Häuser aus Stöcken und Moos im Wald gebaut, haben uns in den Schlamm geworfen und so richtig schön schmutzig gemacht. Sind mit matschigen Gummistiefeln in die Wohnung gelaufen und haben Mama damit aufgeregt. Der Fernseher lief so gut wie nie. Die Natur, nur einen Katzensprung entfernt, war unser Spielplatz und wir genossen die Zeit draußen. Ja, ich hatte eine wunderbare Kindheit und ja, damals war ich ein Dorfkind durch und durch. Ich hätte nirgendwo anders groß werden wollen!

Heute sehe ich das ein bisschen anders. Meine Gummistiefel stehen verstaubt in der Garage meiner Eltern. Häuser bauen wir nun schon länger keine mehr aus Stöcken und Moos. Stattdessen fühlt es sich so an, als sei ich unserem kleinen Dörfchen entwachsen. Mit zunehmenden Alter wurde es einfach zu klein. Der Wunsch wuchs, etwas mehr zu sehen. Etwas größer. Etwas mehr Leben und Aktion. Aber in eine riesen Metropole ziehen? Ausgeschlossen - da gehöre ich nicht hin. Also suchte ich mir einen Mittelweg raus. Eine Kleinstadt sollte es fürs Studium werden und auch meine erste eigene Wohnung verlegte ich dorthin. Es fühlt sich zwar nicht so recht nach zu Hause in meinem Herzen an, weil ich hier quasi nur "leihweise" wohne, aber ich genieße die Zeit in der Stadt. Einfach mal schnell in die Fußgängezone laufen. Wie, wir haben keine Eier mehr im Haus und können doch keinen Kuchen backen? Kein Problem, ab zum nächsten Rewe, der liegt ja praktischerweise nur fünf Gehminuten entfernt. Das Leben in der Stadt ist bequemer. Einfacher. Hier geht alles etwas schneller. Ob ich für immer dort leben will? Ganz klar: Solange ich keine eigene Familie habe, ja. Aber auch meine Kinder sollen die Freiheiten auf dem Land später mal kennen lernen. Ein ruhiger Start, bevor auch sie irgendwann mal flügge werden. Vielleicht bin und bleibe ich ei Dorfkind, dass dennoch den Drang verspürt mal ausbrechen zu wollen.
Am Ende steht jedoch die Erkenntnis: Home is where your heart is. Das kann ich so nur unterschreiben!
 
Kleid Guess // Hut Gina Tricot // Flashtattoos* Poshtattoos // Sonnenbrille Le Sepcs // Ketten H&M

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5 Kommentare

  1. Die Bilder sind traumhaft. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kindheit auf dem Land super ist. Ich brauche das Mittelding, weil ich es nicht anders kenne...

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  2. Hee du!
    Ein - mal wieder - wunderwunderschöner Post. Ich hoffe, du bist noch nicht gelangweilt von meinen vielen Wiederholungen.
    Die Fotos sind mal wieder traumhaft und das Kleid sieht wunderwunderschön aus. Ganz, ganz toll gemacht.
    Ich habe dir ja bereits, geschrieben, dass ich ein Dorfkind bin - allerdings muss ich sagen, dass es mich nicht stören würde, zeitweise in einer Kleinstadt zu leben. Nur mit Kindern nicht. Eine Familie gehört irgendwie aufs Dorf. =)
    LG Jasi
    www.marmormaedchen.blogspot.com

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  3. Schöner Beitrag mit schönen Bildern. ;)

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  4. Dieses wunderschöne Kleid steht dir sehr gut :-* www.thepinkheartgirl.blogspot.de

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  5. Was für schöne Bilder :)
    Ich bin ein Stadtmensch. Ich glaube, das hägnt sehr davon ab, wo man großgeworden ist. Man gewöhnt sich eben dran und viele bleiben dabei.
    Liebe Grüße,
    Anne

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