Mittwoch, 1. Juli 2015

Es kommt immer anders

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Auf Instagram hatte ich zu viel versprochen. Eigentlich sollte dieser Post schon am Sonntag online gehen, aber erst wollte ich das schöne Wetter genießen, danach fehlten mir hierfür irgendwie die Worte und gestern war auch noch die Diplomierungsfeier meines Freundes. Fast zwei Wochen gab es keinen neuen Beitrag hier und auch sonst war ich der gesamten Onlinewelt fern geblieben. Das ist bislang meine längste Auszeit. Eigentlich waren diese Bilder für einen fröhlicheren Text bestimmt, aber wie so oft, kommt es anders, als man denkt. Das musste ich die vergangene Woche schmerzhaft lernen.


Zwischen himmelhochjauzend und tiefer Bedrückheit. Das vergangene Wochenende war emotional gesehen das ereignisreichste, das ich bisher hatte und zugleich wünschte ich, dass das alles nie passiert wäre. Während wir Freitag dachten, endlich einen riesen Schritt in Richtung Zukunft gemacht zu haben und unsere Fäden für alles Weitere selbst in den Händen halten, lernte ich keine zwölf Stunden später, dass dem nicht so ist. Ganz so, als wolle mir jemand sagen, dass es da etwas Größeres gibt, dass am Ende die Oberhand behält. 

Wenn man nachts um halb vier aus dem Bett geklingelt wird, dann sagt einem das Bauchgefühl schon direkt, dass das nichts Gutes heißen kann. Dieses flaue Gefühl beim Aufstehen steigerte sich im Laufe der Nacht und des Morgens zu einer unschönen Gewissheit und schier ins Unerträgliche. Sich von einem Menschen zu verabschieden, den man liebt, ist nie leicht. Auch wenn ich jetzt sagen kann, dass ich froh war, dass ich dazu überhaupt die Gelegenheit hatte, fühlte ich mich in der Nacht einfach nur fehl am Platz und hilflos. Kennt ihr die Passage in Büchern, wo beschrieben wird, dass eine unsichtbare Hand einem die Luft zum atmen abdrückt und man as Gefühl hat, als könnte man nie mehr sprechen? Bislang wusste ich nicht, wie sich das anfühlt. Sprachlos im positiven Sinne war ich schon. Sprachlos vor Trauer und Angst war ein neues und tausend Mal schlimmeres Gefühl, als ich es mir je hätte vorstellen können. Jetzt wünsche ich mir, ich hätte nie erfahren wie sich das anfühlt. 

Die darauf folgende Woche war unerträglich. Unerträglich, weil sie eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat. Fast so, als hätte man in der kurzen Zeit tausend Leben geführt oder wäre plötzlich um hunderte Jahre gealtert. Während ich in der Zeit am liebsten wie ein kleines, schmollendes Kind mit angezogenen Beinen in meinem Bett gelegen und die ganze Welt ausgeschlossen hätte, bin ich diese Woche wieder in meinen ganz normalen Alltag gestartet und froh darüber. Froh, über die Ablenkung. Froh, über jeden Tag der nun dazwischen liegt und es etwas besser macht. Froh, Abstand davon zu gewinnen und meine Gedanken neu ordnen zu können.
Am Ende kommt es immer anders, als man denkt.
 
Kleid Mango // Blumenkranz Bijou Brigitte

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7 Kommentare

  1. Da hast du Recht. Wir sollten unser Leben so genießen wie wir können.
    Ich liebe dein Kleid :-* www.thepinkheartgirl.blogspot.de

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  2. Mein Beileid :( Das Leben läuft leider nicht immer so, wie man es sich wünscht. Aber es ist auch in irgendeiner Weise gut, solche Erfahrungen zu machen, man wächst daran. Ich wünsche dir alles Gute! Deine Fotos sind toll :-*

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  3. Hee du!
    Es tut mir von Herzen Leid, dass du jemanden verlieren musstest, der dir offensichtlich so viel bedeutet. Uch wünsche dir ganz viel Kraft, Momente zum Durchatmen und Zeit mit den Menschen, die deinen Schmerz teilen.
    LG Jasi

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  4. Erst mal: So ein schönes Outfit und noch viel schönere Fotos!
    Als mein Großvater letztes Jahr starb habe ich für nahezu 7 Monate Schluss gemacht mit der Online-Welt. Kein Blog, kein Instagram, kein gar nichts. Es kam mir alles so oberflächlich und idiotisch vor. Heute gibt mir der Blog und der Zusammenhalt sehr viel Kraft.
    Und genau die wünsche ich dir auch für die kommenden Wochen:-*
    Bisous Bisous
    Christina von http://madame-christin.blogspot.de/

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  5. Wirklich super schöne Bilder. Die Seifenblasen hast du toll eingefangen. Dann möchte ich dir noch mein Beileid aussprechen. Verlsute sind immer schlimmer. Besonders, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Ich wünsche dir nur das Beste.

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  6. Manchmal schlägt das Schicksal einfach gnadenlos zu. Die Erfahrung musste ich ja auch leider machen. Immer wenn es mir besonders gut geht und alles mehr als perfekt läuft bekomme ich Angst. Angst vor dem nächsten Unglück, Gefühlseinbruch, Rückschlag. Ich hoffe, dass es dir besser geht! Die Bilder sind soooo schön <3

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  7. Auch ich wünsche dir Trost. Deinen Abstand kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich hätte es wohl nicht anders gemacht!
    Fühl dich gedrückt und liebe Grüße,
    Anne

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